Historie

SCHIEDERWERK wurde bereits 1919 in Nürnberg gegründet und beschäftigt gegenwärtig ca. 135 Mitarbeiter. Die Entwicklung der Produktlinie verlief von mechanisch anspruchslosen Metallwaren über elektronische Baugruppen zu kompletten Geräte- und Systemlösungen.

1919
wurde vom Gründer Karl Schieder mit der Fertigung von fernmeldetechnischen Kabelverbindern und Anschlussleisten begonnen.

1923 wurde die Firma in eine OHG mit den Geschäftsführern Karl Schieder und Georg Röhrl umgewandelt und neben den fernmeldetechnischen Erzeugnissen wurden nun auch Metallwaren, vorwiegend Feuerzeuge und Rauchergarnituren, unter dem Markenzeichen KASCHIE, entwickelt und produziert. In den Folgejahren (und auch in den Kriegsjahren) produzierte SCHIEDERWERK verstärkt fernmeldetechnische Kabelgarnituren, Feldtelefonapparate und Telefon-Vermittlungsanlagen.

1966 schied Wilhelm Schieder, der nach dem Tod von Karl Schieder das Unternehmen führte, als Gesellschafter aus und Günter Schmidt trat als persönlich haftender Gesellschafter in die OHG ein. Die Entwicklung von Apparaten und Geräten für die Fernmelde- und Linientechnik sowie von Niederspannungs-Schaltanlagen nahm ihren Anfang.

1969
wurde die OHG in eine Kommanditgesellschaft mit dem Alleinkomplementär Günter Schmidt und der Kommandistin Elise Schmidt umgewandelt. Neuentwicklungen im Bereich der Fernmeldetechnik wurden forciert und in Zusammenarbeit mit dem Fernmeldetechnischen Zentralamt der Deutschen Bundespost entstanden neue, kostengünstige Geräte für die Fernmelde-Linientechnik. Der alte Produktzweig Überspannungsschutztechnik wurde zu neuem Leben erweckt. Nach Gründung des Tochterunternehmens SCHMIDT GmbH & CO. KG begann die Fabrikation und Verarbeitung von duro- und thermoplastischen Kunststoffen und von Metall- und Stanzteilen.

In den 1970er und 1980er Jahren
stiegen die Exportverbindungen nach Mittel- und Südamerika sowie nach Nahost, Skandinavien, Indonesien und den Niederlanden stark an. Durch den internationalen Wettbewerb wurden neue Impulse erzeugt, neue Ideen geboren und realisiert. SCHIEDERWERK Produkte und Geräte fanden ein breites Anwendungsgebiet in den Fernmeldeortsnetzen auf der ganzen Welt. Bedingt durch hochwertige Endgeräte gewann die Überspannungsschutz-Technik mehr und mehr an Bedeutung. Langjähriges Know-How bewirkte den Erfolg von


  • SCHIEDERWERK Überspannungsschutzeinrichtungen
  • Kabelverzweigergehäusen
  • Kabelendverschlüssen
  • Kabelendverzweiger mit und ohne Überspannungsschutz
  • Verbindungs- und Verteilerdosen
  • Erdungseinrichtungen
  • Potentialausgleichsschienen

Die SCHIEDERWERK Überwachungs- und Prüftechnik rundete das Produktprogramm ab. Es wurden Prüf- und Messgeräte für Überspannungsableiter, Kabeladerprüfgeräte, drahtgebundene Gegensprechgeräte und Prüfhandapparate für den Fernmeldebau entwickelt und produziert.

Anfang der 1980er Jahre war SCHIEDERWERK einer der Vorreiter in der Entwicklung von Lichtwellenleiter-Verbindungsstücken. Leider mussten die Weiterentwicklung und bereits erworbene Patente aufgegeben werden, da für ein mittelständisches Unternehmen der Kostenaufwand (auch für die Vermarktung) zu groß war.

Mitte der 1980er Jahre wurde zusätzlich mit der Entwicklung und Produktion von Gleichstromanlagen, Telefonendgeräten sowie Telefonhauben begonnen. Kunden für Gleichstromanlagen sind Stromversorgungsunternehmen wie E.ON oder Verkehrsunternehmen wie die Deutsche Bahn AG. Durch intensive und zielorientierte Weiterentwicklung dieser Geräte ist SCHIEDERWERK heute gut auf dem Markt vertreten. Telefonendgeräte und Telefonhauben wurden für die Deutsche Post bis zu deren Monopolverlust durch die Öffnung der Märkte Mitte der 1990er Jahre mit Erfolg entwickelt und produziert.

1992 wurde dem Produktspektrum mit der Entwicklung von elektronischen Vorschalt- und Zündgeräten für Gasentladungslampen ein neuer Bereich hinzugefügt. Diese Geräte werden in der Medizintechnik (Endoskopie), Overhead- und Datenprojektoren sowie in Studio- und Messebeleuchtungen eingesetzt. Durch kontinuierliche Weiterentwicklung wurde SCHIEDERWERK zu einem der führenden Anbieter dieser Branche. In den 1990er Jahren setzte auch die Entwicklung von Mulitmediasystemen ein.

1996 erwarben Gerhard Müller (Hauptgesellschafter und Geschäftsführer) und zwei Mitarbeiter der Firma (Mitgesellschafter) das Unternehmen von Günter Schmidt, der sich aus der Firma komplett zurückzog. Das Unternehmen wurde in SCHIEDERWERK MBZ Telekommunikation GmbH & Co. KG umbenannt.

1997 erfolgte die Zertifizierung nach DIN EN ISO 9001 für die Branche: Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von mechanischen und elektronischen Geräten der Telekommunikations- und Stromversorgungstechnik.

2003
wurde die Zertifizierung nach DIN EN ISO 9001:2000 erfolgreich bestanden, die Kunden- und Prozessorientierung wurde weiter verstärkt.

2006
wurde der Produktbereich Gleichstromanlagen wegen Unwirtschaftlichkeit aufgelöst. Der Fokus im Bereich elektronische Vorschalt- und Zündgeräte wurde verstärkt.

2013 erfolgte die Umwelt-Zertifizierung nach DIN EN ISO 14001:2009

Heute entwickelt und produziert SCHIEDERWERK zukunftsfähige Produkte auf Weltmarktniveau in den Produktbereichen


  • Elektronische Vorschalt- und Zündgeräte
  • Kundenspezifische Stromversorgungen
  • Kabelverteiler

Für unsere Kunden bedeutet dies den Zugriff auf Spitzentechnologien zu attraktiven Preisen mit rascher Verfügbarkeit von Mustern und Produktionskapazität für Klein-, Mittel- und Großserien. Neue Aufgaben quittieren wir mit neuen und zeitgemäßen Produktideen, von denen auch unsere namhaften Kunden und Partner überzeugt sind. Dies ist u. a. auf


  • hervorragend ausgebildete und motivierte Mitarbeiter
  • eine moderne und flexible Unternehmensstruktur mit einem effektiven Qualitätsmanagement
  • eine leistungsfähige technische Ausstattung mit moderner Computertechnik
  • Mess- und Fertigungstechnik
  • langjährige gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit unseren Kunden, Lieferanten und Geschäftspartnern

zurückzuführen. All dies hat uns in der Vergangenheit zu einem starken und leistungsfähigen Unternehmen gemacht und wird uns auch in Zukunft noch weiter nach vorne bringen. Denn unser Motto lautet:


Bleibe nie auf einem Punkt stehen, sondern bewege Dich immer nach vorne!

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